Mittwoch, 3. Mai 2017

Im Habitat von Theodoxus fluviatilis, der Gemeine Kahnschnecke

Ich habe diese beeindruckenden, ja sogar beinahe an Salzwasserschnecken erinnernden Tiere, oft in meiner Kindheit am Rhein gesehen und beobachtet...
Als kleiner Junge bin ich sehr oft mit meiner Angel an den Hafenufern und Bächen in der Gegend um Kehl herumgestreunt. 
Mitlerweile sind bei mir in der Nähe nur noch im Rheinknie in Basel welche zu finden. Von dort aus breiten sie sich langsam wieder Stromauf und Stromab aus.


DieseTiere sind besonders geschützt vorallem in der Schweiz und ich möchte eindringlich darum bitten die Tiere nicht zu entnehmen!!!

Das ist auch der Grund, warum ich auch nicht zuviel von den Fundorten erzählen möchte!

LG Marco C. Haupt


Mal ein gesamdeindruck vom Basler Habitat. Idylisch ist das gerade nicht ;-)




Ein bisschen was aus Wikibedia für das Verständnis:)

Vermehrung

Die Tiere sind wie alle Kahnschnecken (Neritidae) getrenntgeschlechtlich. Der Penis des Männchens sitzt innen beim rechten Fühler. Das Weibchen hat eine Vagina zur Begattung und eine zweite Geschlechtsöffnung zur Eiablage. Nach der Befruchtung legen die Weibchen über den Sommer etwa 1 mm große weiße Eikapseln an Steinen und anderen Hartgründen ab. Von den etwa 30 bis 70 Eiern in einer Kapsel entwickelt sich nur eines, während die anderen als Nähreier dienen. Die larvale Entwicklung findet in den Eikapseln statt, so dass aus diesen fertige, etwa 0,5 bis 1 mm große Schnecken schlüpfen, je nach Temperatur etwa 4 bis 8 Wochen nach dem Eierlegen. Hierbei wird ein Teil der Eikapsel entlang einer Naht abgestoßen. Die Tiere werden 2 bis 3 Jahre alt.


Hier endlich die ersehnten Tiere



Vorkommen, Lebensweise und Verbreitung

Die Art kommt in fast ganz Europa und Teilen Asiens (Iran, Aserbaidschan, Kasachstan, Turkmenistan) und vereinzelt in Nordafrika (Marokko, Algerien, Tunesien, Ägypten) in den größeren Flüssen sowie im Brackwasser vor. Es gibt Vorkommen in der Ostsee und im Kaspischen Meer. Sie fehlt in den Alpen und im nördlichen Alpenvorland. Die im Brackwasser lebenden Kahnschnecken sind kleiner und haben dünnere Schneckenhäuser als die im Süßwasser lebenden. Es ist noch nicht geklärt, ob dies genetisch bedingt ist, also zwei verschiedene Unterarten existieren.
Die Gemeine Kahnschnecke lebt auf Steinen, im Brackwasser außerdem auf Tang und Seegras und weidet den aus kleinen Algen, insbesondere Kieselalgen bestehenden Bewuchs ab. Um den Zellinhalt verdauen zu können, muss die Schnecke den Panzer der Kieselalge durch Reiben mit ihrer Radula gegen das harte Substrat zerstören.



An diesem Fahrrad hatte ich dutzende gefunden !