Freitag, 14. April 2017

Buchswald Grenzach-Wyhlen


Ein nicht Aquaristischer Beitrag aber eine sehr spannende Pflanzen Exkursion in den Grenzacher Buchswald. Der klimatisch sehr günstig gelegene Wald, macht eine echt tolle Artenvielfalt für Pflanzen und Tiere möglich!

Der Buchswald bei Grenzach ist ein aus vier Teilflächen bestehendes Naturschutzgebiet in Grenzach-Wyhlen, Landkreis Lörrach, im Südwesten Baden-Württembergs. Er war bis zu seinem großflächigen Absterben um 2007 einer der ältesten sowie letzten und größten Wildstandorte von Immergrünem Buchsbaum (Buxus sempervirens) in Deutschland. Nirgends sonst in Deutschland bildete Buchs so dichte und ausgedehnte, bis zu vier Meter hohe Bestände.....


Ein wirklich beeindruckend altes Exemplar!

Mitten im Wald die Landesgrenze.

Auf dem Weg in den Wald, zeigen manche Anwohner mit stolz die Römische Vergangenheit.

Ein Gespinst des Buchsbaumzünslers

So schaut er aus der  Buchsbaumzünsler

Solche flächendeckende Schäden sind leider überall!

Aber auch junge Sämlige die überall aufgehen, machen Hoffnung!

Solche Stammumpfänge sind schon beendruckend.

Mitten im Hohlweg auf der West Achse.

Melica nutans





.....Der besteht nicht allein aus Buchsbaum, sondern liegt in einem von Hohlwegen durchzogenen naturnahen Laubmischwald mit Flaumeichen, Rotbuchen, Linden, Ahorn usw. in der Oberrheinischen Tiefebene, an einem Südhang oberhalb des Hochrhein-Tales. Diese Region Deutschlands weist besonders geeignete Klimawerte auf, mit relativ wenig Niederschlag und milden Wintern. Schon seit der Römerzeit werden die unterhalb des Waldes gelegenen Lagen für den Weinbau genutzt. Frische Winde von den bewaldeten Hängen sorgen in den hier sonnenreichen Sommern für ein angenehmes Klima. Dieser naturnahe Wald an einem trocken-warmen (thermophilen) Standort zeichnet sich durch einen für Mitteleuropa ungewöhnlichen Reichtum an Gehölzarten aus, der nur noch von Auenwäldern übertroffen wird. So findet man hier auch noch weitere seltene Pflanzen, wie zum Beispiel wild wachsende Europäische Stechpalmen (Ilex aquifolium), das Immenblatt (Melittis melissophyllum) und fast das einzige Vorkommen des Frühlingsahorns (Acer opalus) in Deutschland.
Der Buchs ist in Mitteleuropa seit dem Ende des Eiszeitalters heimisch. Seit dem frühen Mittelalter ist er in Wyhlen nachgewiesen, sein Vorkommen hier geht aber wohl schon auf die Römerzeit zurück. Die Römer verwendeten den Buchsbaum zur Einfassung ihrer Gärten, und auch in den von ihnen eroberten Gebieten in Mittel- und Westeuropa ist diese Verwendung nachgewiesen. Unweit von Grenzach-Wyhlen, auf der gegenüberliegenden Rheinseite, befand sich die Römerstadt Augusta raurica,...."




Euphorbia amygdaloides

Ein Wollschweber :) .

Das sehr günstige Klima, macht auch die flächendeckende Aussaat von Buddleja möglich





Lacertidae sp. lieben es auch auf den Kalkgestein.
Die Hohlwege aus Kalkgestein richten sich genau nach Süden.




....Im Jahr 2007 wurde vor allem im Unterhang und in feuchten Waldbereichen des Buchswaldes erstmals ein starker Befall mit der Schlauchpilzart Cylindrocladium buxicola festgestellt, durch die in großen Teilen des Naturschutzgebietes (mehrere Dutzend Hektar) der Buchs im Stammfußbereich bis zu einer Höhe von 1,50 Metern völlig entblättert wurde.
Ebenfalls erstmals 2007 trat in der Region der aus Asien eingeschleppte Buchsbaumzünsler auf, der zu Beginn am wildwachsenden Buchs....

( Quelle Wikipedia)